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Drei Fragen an Ursula Edelmann

Drei Fragen an Ursula Edelmann

Ursula Edelmann ist Talent Management Specialist bei der Ikano Bank und dabei hauptverantwortlich für die Entwicklung von Führungskräften und Spezialist:innen. Sie hat bereits umfangreiche Erfahrung in der Personal- und Organisationsentwicklung bei der Polizei, als Freelancerin und in einer internationalen Personalberatung sammeln können. Dabei verfolgt sie täglich aufs Neue ihren Purpose „Inspire people to develop their personality and to achieve their goals with delight!” Nasim Asmar, Senior Consultant für HR im Finanz- und Versicherungswesen unterhält sich mit ihr über Talent Management und darüber, wie sie die Zukunft in diesem Bereich sieht. 

 

1. Welche Trends siehst du aktuell im Talent Management?

Natürlich steht das Thema Digitalisierung aktuell im absoluten Fokus und zwar nicht nur für die Lernenden sondern auch für uns Trainer:innen und Anbieter:innen von Fortbildungsmöglichkeiten. Ich sehe, dass aktuell eine sehr hohe Selbstverantwortlichkeit gefragt ist was das Lernen betrifft; also wie ich mich mit aktuellen Tools vertraut machen und wo ich mir meine Trainingsinhalte proaktiv suchen kann.

Dazu kommt eine zunehmende virtuelle Zusammenarbeit in der Führung und in den Teams. Ein Thema, das uns noch lange beschäftigen wird und wo wir uns auf eine hybride Form der Zusammenarbeit einstellen müssen. Es wird zukünftig nicht mehr nur noch in Präsenz oder von zu Hause aus gearbeitet werden, sondern eher in einer Mischform.

Die Frage, die sich hierbei stellt, ist, wie wir es trotz der Distanz erreichen werden, eine gewisse Nähe aufzubauen und trotzdem nah an unseren Kollegen und Kolleginnen zu sein. Ich denke, das wird sich in der nächsten Zeit immer mehr einspielen.

Hinzu kommt, dass Führungskräfte lernen müssen, loszulassen und Flexibilität ermöglichen. Sie müssen ihren Angestellten vertrauen, dass die Arbeit auch außerhalb der regulären Bürozeiten erledigt werden kann - falls dies in manchen Lebensmodelle besser passt.

 

2. Welche Chancen ergeben sich durch Digitalisierung im Talent Management?

An erster Stelle steht das zeit- und ortsunabhängige Lernen. Wenn ein Lerninhalt in digitaler Form vorliegt, kann ich mir diesen an praktisch jedem Ort und zu einer mir gut passenden Zeit anschauen. Vor allem im ortunabhängigen Lernen sehe ich einen großen Vorteil, da wir uns als Ikano Bank beispielsweise der Nachhaltigkeit verschrieben haben und durch wegfallende Reisen einen positiven Impact auf unser Klima leisten können.

Weiterhin bietet mir ein digitales Talent Management eine große Planungssicherheit. Virtuelle Meetings kann man fast immer durchführen und eine Teilnahme ist ohne gesundheitliche Risiken möglich.

Mit aufgezeichneten Trainings wird das Lernen auch wiederholbar gemacht. Hier kommt die Besprechung von Einzelfällen manchmal etwas zu kurz, allerdings kann man diese gut in Einzelsessions oder ähnlichem nachholen.

Die große Chance besteht darin, zukünftig digitale und persönliche Elemente zu verbinden, um so eine umfassende, individuelle und passgenaue Personalentwicklung zu ermöglichen.

 

3. Wie hat Covid-19 deine Arbeit im Talent Management verändert?

Tatsächlich vor allem darin, dass plötzlich alle meine Aktivitäten virtuell stattfinden mussten. Hier ging es vor allem am Anfang viel darum, Skepsis und Vorbehalte abzubauen und deutlich zu machen, dass digitale Programme auch sehr gut funktionieren können. Dies hat bei uns sehr gut geklappt und unsere Teilnehmenden konnten sich davon schnell selbst überzeugen. Hier hatte ich als Coach eine Vorbildfunktion, indem ich voran ging und Führungskräfte für die Chancen virtueller Programme sensibilisiert habe.

Ich selbst habe mein Methodenrepertoire deutlich erweitert, teilweise in einem Ausmaß, bei dem ich mich gewundert habe, wie gut Trainings auch virtuell stattfinden können. Außerdem bin ich dazu übergegangen, statt langer Seminartage kleine Trainingsnuggets in den Arbeitsalltag zu integrieren, und damit eine konsistente und nachhaltige Art der Fortbildung zu ermöglichen.

Und ich nehme deutlich mehr an virtuellen Netzwerktreffen teil, da sie sich leichter in den Alltag integrieren lassen und ich mir so zwischen durch einen guten externen Input holen kann.

 

Wenn Sie Interesse haben, tiefer in dieses Thema einzusteigen und Ihre Erfahrungen mit anderen HR-Führungskräften zu teilen, lade ich Sie herzlich zum HR Roundtable am 6. Mai um 10:00 Uhr ein. Hier gelangen Sie zu weiteren Informationen und der Registrierung: HR Roundtable - Talent Management - Frazer Jones DE